Weiterer Ausschnitt aus Master of my Feelings

Ausschnitt aus „Master of my Feelings“

»Tut mir leid«, hauche ich und will mich schnell aus seiner Umarmung befreien. Doch er hält mich weiter fest.

»Mir tut es nicht leid. Ganz im Gegenteil. Und ich denke, du bist nicht ehrlich.«

»Wie meinst du das?«

Ich spreche davon, dass du diese Situation geplant hast.«

»Das ist ja Blödsinn. Ich bin gestolpert, weiter nichts. Willst du mir vielleicht noch unterstellen, ich wäre absichtlich gestolpert, nur um dich zu berühren?« Dabei lächle ich gekünstelt.

»Ja, das will ich.«

»Ich bin eine erwachsene Frau, Jayden. Solche Spielchen sind etwas für Teenager, aber nichts für mich.«

»Das denke ich auch, über diese Phase sind wir beide schon lange hinaus. Wir sollten endlich Klartext reden. Seit wir hier sind, halte ich Abstand, um dich nicht in Verlegenheit zu bringen. Warum ziehst du dich jedes Mal vor mir zurück, wenn du glaubst, ich könnte dir zu nahe kommen? Wovor hast du Angst, Elizabeth?«

»Ich habe vor gar nichts Angst«, fahre ich ihn an. Sein Griff um meine Taille hat sich immer noch nicht gelockert, während er eindringlich weiter spricht.

»Jedes Mal, wenn das Gesprächsthema persönlich wird, verkriechst du dich und schaltest alle Gefühle aus. Warum? Meinst du, ich spüre nicht, was in dir vorgeht?«

»Du täuschst dich schon wieder.«

»Ach, tue ich das?«

»Na schön, wenn du es genau wissen willst: Ich habe von Playboys die Nase voll. Noch eine weitere miese Erfahrung brauche ich nicht.«

Jetzt lässt er eine Reihe weißer Zähne aufblitzen, als er mir auf den Kopf zusagt: »Wer sagt, dass ich ein Playboy bin?«

Ich muss kopfschüttelnd auflachen. »Dein Ruf eilt dir voraus.«

»Gibst du immer etwas auf das Geschwätz der anderen? Ich hätte dich für klüger gehalten.«

Das Gespräch wird mir langsam aber sicher unangenehm; er dirigiert mich in eine Richtung, die mir ganz und gar nicht gefällt und doch verzehre ich mich nach seiner Nähe. Er ist es doch, der nicht weiß, was er will. Jeder andere Mann hätte nicht solange gezögert und die Karten auf den Tisch gelegt. Aber bei Jayden weiß ich im Grunde nicht, woran ich bin. Ich sollte ihn ein für alle Mal in seine Schranken weisen. Mein Stolz verbietet es mir geradezu, mich von ihm wie eine seiner Girls behandeln zu lassen, aber ich habe die Rechnung ohne mein Bauchgefühl gemacht, das laut schreit: Nimm mich!

Mein Kopf gewinnt wieder die Oberhand, sodass ich ihm die Antwort vor die Füße werfe, die angemessen ist. »Auch wenn du es nicht für möglich hältst, aber ich bin an dir nicht interessiert.« Das war die größte Lüge meines Lebens! Natürlich bin ich an ihm interessiert. Wie sehr, das ahnt er nicht mal. Nur eben nicht für einen One-Night-Stand.

»Du widersprichst mir ja schon wieder. Das nächste Mal wird es das letzte Mal sein.«

»Wie meinst du das?«

»So, wie ich es gesagt habe….

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