Holly rettet Nemo

Fuerteventura News: Holly rettet Nemo!

Eine kleine Begebenheit, die ich euch gerne dalassen möchte.

Heute Morgen ging ich mit meiner Tochter – wie jeden Morgen – am Strand spazieren. Wir waren wie immer allein um diese Uhrzeit – zumindest je weiter wir uns vom Hotel entfernten -. Die Surfer waren mit sich beschäftigt und diese hatten wir auch schon eine Weile hinter uns gelassen. Die Flut hatte noch nicht eingesetzt, aber überall waren noch kleine Wasserpfützen. Plötzlich rief mir meine Tochter etwas zu, das ich wegen des starken Windes, der um diese Jahreszeit über das Land fegt, nicht verstand. Sie deutete nach unten und dann sah ich es:

Vor unseren Füßen auf dem trockenen Sand kämpfe ein kleiner Fisch um sein Leben. Er öffnete seine Kiemen, um nach Sauerstoff zu schnappen. Sofort reagierte mein Beschützerinstink und meine Liebe zu Tieren. Panik ergriff mich sofort. Ich schaute meine Tochter an, sie mich. Wir hatten außer unseren Bikinis nichts bei uns, mit dem wir den kleinen Freund das Leben retten konnten. Und doch wussen wir, wir mussten handeln. so konnten wir nicht weitergehen. Nicht in dem Bewusstsein, dass er ohne unsere Hilfe einen qualvollen Tod sterben würde.

Als ich aufsah, kam uns ein Mann entgegen. Er sah fantastisch aus, aber dafür hatten wir in diesem Moment keinen Blick. Ich rief ihm zu und deutete zu Boden. Ich brauchte keine weiteren Worte, denn er zog sofort seine Badeschuhe aus, wir schoben die Schuhe unter den Sand auf dem der Fisch lag und betteten ihn damit auf seine Latschen. Unser kleiner Freund zappelte aufgeregt. Mit ein paar Schritten liefen wir zum Wasser. Wir ließen den Gestrandeten vorsichtig in die Welle gleiten und er leuchtete in seinen hellen Farben, die von beige bis rosa reichten, während er langsam ins Meer glitt. Zu dritten schauten wir ihm nach und ich hatte für einen kurzen Moment den Eindruck, er würde sich umdrehen und uns still danken, dass wir sein Leben gerettet hatten. Dann schwamm er mit der nächten Welle davon ins weite Meer.

Ich blickte den Fremden an, er zwinkerte mir zu, dann ging er weiter den Strand entlang. Meine Tochter und ich schauten noch einige Zeit auf das offene Meer und als wir uns umdrehten, war unser Retter in der Not verschwunden. Wir werden ihn sicher nie wiedersehen, aber in diesem Moment waren wir Seelenverwandte.

Eure Holly
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